+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit
5 als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
6 Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
7 Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
8 Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
9 Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
10 Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
11 Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;
12 die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
13 Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.
14 Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte.
15 Da berührte er ihre Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für ihn.
16 Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken.
17 Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.
Die Menschen aller Zeiten haben immer versucht geeignete Stellen wo die Begegnung zwischen Menschheit und Gottheit stattfinden könnte, aufzubauen. Solche Stellen gelten auch als Ort der Gemeinschaft und der Begegnung unter den Menschen selbst. Diese beiden Ziele hat auch jede Kirche. Das Wort „Kirche“ übersetzt das Griechische „Ekklesia“, mit dem man sowohl das Gebäude als auch das Gottesvolk bezeichnet. Dies entspricht der alttestamentlichen Gemeinschaft der Gläubigen (qahal YHWH auf Hebräisch), versammelt um das Wort Gottes zu hören, Gott Opfer darzubringen und Liebe untereinander zu stiften. Um allen einen einladenden und bequemen Ort der Begegnung mit Gott und untereinander anzubieten, hat unsere Pfarre 2012-2013 die Innen – und Außenrenovierung unserer Pfarrkirche unternommen. Dass alle, die diese Kirche betreten, nicht nur die strahlende Schönheit unserer Kirche genießen, sondern auch, dass sie, durch die Begegnung mit Gott und mit den anderen in dieser Kirche, einen erneuerten Glauben, eine entflammende Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen erleben, wünscht von Herzen,
Dr. Moses Valentine Chukwujekwu, Pfarradministrator