+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit
5 als Jesus nach Kafarnaum kam, trat ein Hauptmann an ihn heran und bat ihn:
6 Herr, mein Diener liegt gelähmt zu Hause und hat große Schmerzen.
7 Jesus sagte zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
8 Da antwortete der Hauptmann: Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst; sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund.
9 Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
10 Jesus war erstaunt, als er das hörte, und sagte zu denen, die ihm nachfolgten: Amen, das sage ich euch: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.
11 Ich sage euch: Viele werden von Osten und Westen kommen und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen;
12 die aber, für die das Reich bestimmt war, werden hinausgeworfen in die äußerste Finsternis; dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
13 Und zum Hauptmann sagte Jesus: Geh! Es soll geschehen, wie du geglaubt hast. Und in derselben Stunde wurde der Diener gesund.
14 Jesus ging in das Haus des Petrus und sah, dass dessen Schwiegermutter im Bett lag und Fieber hatte.
15 Da berührte er ihre Hand, und das Fieber wich von ihr. Und sie stand auf und sorgte für ihn.
16 Am Abend brachte man viele Besessene zu ihm. Er trieb mit seinem Wort die Geister aus und heilte alle Kranken.
17 Dadurch sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.
Ein kreativer und humorvoller Abend bildete den Auftakt der Zeller Schlossgespräche, standen doch Heini Staudinger und BEDA auf der Bühne.
Der eine als origineller und tiefsinniger Unternehmer, der seine Firma GEA so zu führen versucht, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, anstatt der maximale Gewinn. „Solang ma´s Auskommen haben, gibt´s nix zum Jammern“, ist ein Satz, der Staudinger seit seiner Kindheit begleitet. Mit Sätzen von Goethe bis Gandhi versucht er, sich dem Diktat des Geldes zu widersetzen und jeden Menschen in seiner Würde zu sehen - auch sich selbst; und: „Zur Pflege der eigenen Würde ist es notwendig, dass man das, was man machen kann, auch tatsächlich macht.“
Perfekt ergänzt wurde Heini Staudinger durch die Musik von BEDA. Auch Peter Mayer sieht die Welt und das Geschehen im Alltag mit wachsamen Augen und kommentiert es pointiert in seinen Liedtexten. „Wia wissatn´s eh, wia´s geht, owa wia toan´s net. …Ois soi genauso bleib´n, wia´s is. Und olle aundan san Schuid!“, bringt ein Grundproblem auf den Punkt.
Die Zeller Schlossgespräche zum Thema „Der Erde UND dem Menschen gerecht“ werden fortgesetzt am 19.11., 19.30 Uhr mit einer Podiumsdiskussoin mit der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, dem Sozialethiker Markus Schlagnitweit, Christian Dörfel vom oö. Landtag und Bjarne Kirchmair von Fridays for Future. Infos unter: www.schloss-zell.at.